Namibia – Anreise mit kleinen Umwegen 🫣🤣🇳🇦
- Mathias Kaldek

- 23. Juli 2025
- 5 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 27. Juli 2025

Costa Rica liegt hinter uns – ein weiteres Moon Kapitel ist abgeschlossen. Und nun? Auf zu einer ganz besonderen Etappe. Einem Ziel, das wir ursprünglich ganz zu Beginn unserer Reise setzen wollten, dann aber immer weiter aus dem Blick verloren hatten. Zu weit weg, zu aufwendig, zu teuer vielleicht. Doch dann kam dieser kleine, feine Impuls – wie so oft auf Reisen. Ingo, ein lieber Weggefährte vom Jakobsweg, postete auf Instagram über seinen Familienurlaub in Namibia. Zack, da war sie wieder, die alte Begeisterung. Es fühlte sich an wie ein Zeichen – und plötzlich ging alles ganz schnell. Innerhalb weniger Stunden war klar: Wir fliegen nach Namibia.
Der Plan: Abreise aus Costa Rica, dann über Frankfurt und München nach Windhoek. Die Tickets waren fix gebucht, die ruhige Zeit in Costa Rica nutzen wir, um Unterkünfte und ein Fahrzeug zu organisieren. Alles lief wie am Schnürchen. Fast schon zu gut. Aber wir dachten uns: Wenn’s fließt, dann fließt’s. 😊
Ein paar Tage später dann ging’s los – rein in den Flieger Richtung Frankfurt. Elf Stunden und zwanzig Minuten. Kurz durchatmen auf deutschem Boden, dann ein kleiner Hüpfer nach München, und von dort aus fast zehn Stunden bis nach Windhoek. Eine lange Strecke, aber wir waren voller Vorfreude. Was soll schon schiefgehen?
(Ablfug in Costa Rica)
(Zwischenstop in Frankfurt mit Gummibärchen 😋)
Der erste Teil lief tatsächlich wie geplant. Der Flug nach Frankfurt war pünktlich, wir kamen entspannt an. Kurz Deutschland schnuppern, dann weiter Richtung München. Auch hier zunächst alles im Zeitrahmen – bis ein Unwetter uns auf dem Rollfeld ausbremste. Ein paar Gewitterzellen über der Startbahn, also hieß es: Warten. Schließlich doch Abflug – aber über München dann die nächste Wendung. Durchstarten. Kein Landen möglich. Umleitung nach Salzburg. Auftanken. Neue Hoffnung. Doch die Zeit lief gegen uns. Mit uns im Flieger: einige Familien mit dem gleichen Anschluss nach Namibia. Die Stimmung: angespannt und doch solidarisch.
Am Ende kam es, wie es kommen musste. Wir landeten zu spät. Der Flieger war weg. Plan futsch. Orientierung: keine. Dann aber – ein Lichtblick. Bei der Ankunft in München empfing uns das Lufthansa-Team mit auffallender Freundlichkeit. Helfende Hände, beruhigende Worte, zupackende Menschen im Servicebereich. Ein besonders freundlicher Mitarbeiter nahm sich unserer Situation an und plante für uns mit großer Geduld und Übersicht einen neuen Flug – zurück nach Frankfurt, dann über Angola weiter nach Windhoek. Kein Traum, aber immerhin eine Lösung.
Danach schickten wir ein paar Sprachnachrichten an Martina – eine liebe Bekannte vom Camino, die bei der Lufthansa arbeitet. Sie war zwar nicht vor Ort, aber sie nahm sich Zeit, hörte zu und gab uns hilfreiche Tipps, wie wir vielleicht doch noch schneller an einen alternativen Flug kommen könnten. Auch wenn es am Ende bei der ursprünglichen Umbuchung blieb, tat es einfach gut, mit jemandem in Kontakt zu sein, der sich auskennt – und der uns mit Herzblut zur Seite stand. 🙏🙂💚
Wir bekamen einen neuen Flug – allerdings erst für den nächsten Tag. Die Route: zurück nach Frankfurt, sechs Stunden Aufenthalt, weiter nach Angola, dort weitere fünf Stunden Transitzeit, und dann endlich: Windhoek. Mit dieser Nachricht kam auch das Wissen: 1,5 Reisetage weg, dazu Zusatzkosten für Hotel und Mietwagen. Als kleine Wiedergutmachung bekamen wir einen Hotelgutschein und ein reserviertes Zimmer. Um 1:30 Uhr standen wir dann im Flughafenhotel in München – müde, orientierungslos, irgendwie „Lost in Transit“. Schlaf? Fehlanzeige. Stattdessen: Recherchen. Und Zweifel. Und das übliche Internetchaos rund um Airlines und Umsteigeverbindungen. Nicht hilfreich. Gegen 4:40 Uhr fiel mir das Handy aus der Hand – endlich Schlaf. 😴 💤
Am Morgen, nach einem schnellen Frühstück, zurück zur Lufthansa. Vielleicht gibt es doch noch eine bessere Verbindung? Wir schildern unsere Lage mit Nachdruck, aber es bleibt bei der ursprünglichen Umbuchung. Ernüchterung. Aber auch Erkenntnis: Wir hatten tatsächlich noch Glück. Andere aus unserem Flieger kamen erst einen Tag später weiter. Also: annehmen, was ist – und mit einem müden Lächeln nach vorn. Angola – wir kommen. Wenn auch nur kurz. 🫨🤣
Am Nachmittag also zurück nach Frankfurt, dann auf in die Nacht – Ziel: Luanda in Angola. Der Flug war ruhig, wir atmeten durch. Und dann die nächste Überraschung: Unsere Ankunft in Angola verlief erstaunlich angenehm. Freundliche, aufgeschlossene Menschen begleiteten uns durch den Transitbereich. Ein unglaublich freundliches Lächeln begrüßte uns um sechs Uhr morgens in der kleinen Lounge – der Mitarbeiter, gerade selbst erst angekommen, öffnete uns den Raum mit einer Herzlichkeit, die uns einfach nur gut tat. Ein kleines Detail, das in dem Moment so viel bedeutete.🙂
Allerdings folgte auch hier der nächste Dämpfer: Statt geplanter 5,5 Stunden blieben wir ganze 10 Stunden am Flughafen. Diese Info erreichte uns auf dem Weg und trug nicht gerade zur Verbeserung der Stimmung bei, wie man sich vorstellen kann. Keine Erklärung, keine Alternative. Aber auch keine Panik. Wir waren einfach nur müde. Sehr müde. Doch der Flughafen war weder stressig noch unsicher – es blieb bei der reinen Wartezeit. 🥱💤
Dann endlich: Boarding. Der Flieger nach Namibia startete – mit uns und etwa 50 weiteren Passagieren, die alle dem Sturm-Chaos in München zu verdanken hatten, dass sie nun in Angola saßen. Die Maschine war sauber, gut ausgestattet, der Flug angenehm. Und dann, nach fast 50 Stunden Reisezeit: Windhoek. Wir sind da.
Und auch hier wieder ein Lichtblick: Passie, unser Kontakt bei der Autovermietung, wartet bereits am Flughafen auf uns. Mit einem offenen Lächeln, geduldig, hilfsbereit, und trotz der späten Stunde übergibt er uns unser Fahrzeug. So viel Freundlichkeit am Ende dieser Odyssee tut einfach gut. Wir sind erschöpft, aber glücklich.
Aber – wie sollte es anders sein – das Abenteuer war noch nicht ganz vorbei. In einem der vielen Übergänge ist Birgits geliebte Hutschachtel verschwunden. Darin: ein echter Panama-Hut. In Ecuador gekauft, sorgfältig transportiert – und nun verschwunden. Wir rekapitulieren alle Stationen, telefonieren mit Passie, der selbst keine Idee hat, wo der Hut sein könnte. Die Hotelrezeption verspricht, am nächsten Morgen am Flughafen nachzuhaken. Wir hatten getan, was möglich war. Jetzt nur noch: schlafen.

Doch dann, ein Happy End. Noch beim Frühstück klingelt das Telefon. Passie meldet sich. Der Hut ist gefunden. Ein Kollege bringt ihn auf dem Weg vom Flughafen mit. Unglaublich. So viel Glück, und unsere Stimmung ist schlagartig wieder ganz oben. Ein Hut in einer Pappschachtel – und der Tag ist gerettet. 😁🤠
Und jetzt? Jetzt kann das Abenteuer Namibia wirklich beginnen.
Fazit des Tages: Auch wenn die Dinge manchmal aus dem Ruder laufen – es sind immer die Menschen, die den Unterschied machen. Die freundlichen Helfer, die kleinen Gesten, die offenen Herzen. Sie sind das Licht in den Momenten, die sonst düster wären. Und dafür sind wir einfach nur dankbar 🙏
Euch allen wünsche ich weiterhin eine sichere Reise 🧳✨










































































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