Namibia - In der Wildnis Afrikas 🇳🇦
- Mathias Kaldek

- 27. Juli 2025
- 4 Min. Lesezeit

Nachdem wir nach einer gefühlten Ewigkeit und fast zwei Tagen Verspätung mit unserem 4x4 Toyota Hilux mit Dachzelt endlich auf die Straße gehen, eine Hutschachtel im Gepäck und voller Abenteuerlust, ist alles wieder (fast) vergessen. Zuerst gibt es in Windhoek noch ein Großeinkauf für die Tage, die wir hier sind und uns selbst versorgen möchten. Und zu unserer Überraschung sind unglaublich viele heimische Produkte da. Nicht, dass wir darauf aus sind. Aber es wird Käse und Senf und ein Körnerbrot eingepackt. Ein kleiner Traum geht in Erfüllung. Und sonst gibt es auch noch viele gute und gesunde Dinge in unserem Warenkorb. Danke an den SuperSpar. 😍
Natürlich steckt uns die lange Anreise und der Stress noch etwas in den Knochen. Aber schon nach ganz kurzer Zeit entschädigt uns die wundervolle Landschaft. Die Straße selbst ist gut ausgebaut und wir machen uns auf in Richtung Waterberg, wo wir unsere erste Campsite aufsuchen. Es geht immer geradeaus. Fast drei stunden lang fahren wir in Richtung Horizont, bevor wir dann ein Mal rechts abbiegen, um zum Waterberg Plateau Campsite zu gelangen. Ein wuderschöner kleiner, für uns ganz privater Platz. Hier erleben wir die erste Nacht mit abendlichen Sonnenuntergang vor dem Plateau, direkt von unserem Stuhl aus. Und danach die erste Nacht im Dachzelt. Es ist zwar lausig kalt, aber trotzdem macht es unglaublich Spaß… 🚙⛺️
Leider verbringen wir hier nur die erste Nacht, da wir ja einen ganzen Tag „geopfert“ haben. Aber irgendwie ist das in Ordnung. Wir sind neugierig und möchten auch noch weiter. Daher geht’s dann direkt morgens los - Richtung Onguma Camp. Das Camp liegt günstig direkt am Westeingang des Etoscha-Nationalparks. Und wir treffen es wieder richtig gut an. Vom Camp aus sind es gerade einmal gute 3 Km, und schon sind wir am Eingang des Parks.
Aber auch das Camp selbst ist unglaublich schön. Eine kleine, sehr private Campsite, auf dem wir unseren Wagen parken können. Abends machen wir an der Feuerstelle ein Lagerfeuer und bewundern den Sternenhimmel. So viele Sterne habe ich in meinem Leben noch nicht so klar sehen können. Als ob jemand einfach die Lampen da oben angeknipst hat. Inkl. Milchstraße. Wunderschön. 🤩
Am nächsten morgen ist es dann soweit. Etoscha Nationalpark. 🦒🐆🐗🦓🦌🐘
Man kann sich nicht vorstellen, wie dieser Park ist, wenn man nicht darin gewesen ist. Es ist eine riesige, 22.270 km2 große Fläche, die man entweder mit einer geführten Tour, oder so wie wir, allein mit dem Auto durchfahren kann.
Und wir werden so was von belohnt.
Direkt zu Beginn sehen wir im Schatten Giraffen, die wir auch später noch zu Hauf sehen sollten. Antilopen kreuzen immer wieder in großen Herden unsere Wege. Und.. Wir konnten einen Geparden aus der Ferne beobachten, der sich durchs Gras anpirschte.
Es gibt Elefanten, die so dicht an unserem Fahrzeug vorbei gelaufen sind, das wir dachten wir können sie berühren. Und ja, ich habe diese Tiere schon einmal im Fernsehen oder im Zoo sehen können. Aber hier ist es anders. Die Tiere leben zwar im Reservat, zum eigenen Schutz, aber es sind dennoch wilde Tiere. Sie jagen und werden gejagt. Aussteigen aus dem Fahrzeug ist strengstens untersagt. Aus gutem Grund. 🦁🍗
Auch am nächsten Tag machen wir uns erneut auf, den Park noch einmal zu besuchen. Und mit unserem Glück treffen wir sogar auf eine Gruppe Löwen, genauer gesagt, Löwendamen, die sich in der Sonne räkeln. Sie scheinen Satt zu sein. 🦁🦁🦁🦁 🫣😀 Es ist ein echtes Schauspiel, das wir da sehen und in Ruhe beobachten dürfen. So nah war ich diesen wilden und anmutigen Tieren noch nie. Glücklich und voller Bilder beschließen wir den Tag am Nachmittag und genießen unser kleines und gemütliches Camp.
Die Tage mit vielen neuen Eindrücken vergehen schnell, sind aber so intensiv, dass wir am Abend immer total erschöpft in unserem Zeltbett auf dem Dach unseres Fahrzeugs einschlafen. Die Nächte sind Kalt 🥶 und die Matratze ist hart. Und trotzdem ist es immer ein schöner Moment, wenn wir dort oben liegen und den Geräuschen von aussen lauschen.

Unser nächster Stop ist die Eldorado-Campsite am Westeingang des Etoscha-Parks. (Danke noch mal an Ingo für den Tip) Wir werden hier auch zwei Tage bleiben und haben für den kommenden Tag eine Farmtour organisiert. Hier auf der Eldorado Farm beherbergen die Betreiber diverse große Raubtiere, die sonst im Nationalpark der Wilderei zum Opfer fallen würden. Daher sind die Tiere hier in riesigen Gehegen zu ihrer eigenen Sicherheit untergebracht. Aber auch zum Schutz der Menschen in der Region
Die erste Nacht verbringen wir ruhig, begleitet von Löwengebrüll aus der Ferne. Eine ganz neue und auch etwas befremdliche Erfahrung. Denn das Gebrüll ist ziemlich eindrucksvoll. Daher sind wir gespannt, was wir am kommenden Tag sehen werden.
Und unsere Neugierde wird bei weitem übertroffen.
Wir fahren mit einem Trecker hinaus aus dem Gelände und hinein in den Hochsicherheitstrakt, dort wo die wilden Tiere sind. 🔐🐆🦁…
Die Tiere sind so unglaublich beeindruckend und aus der Nähe betrachtet auch wirklich besonders. Und der dünne Zaun, der uns jeweils von den Tieren trennt, beruhigt nur bedingt.
Auch diese Nacht hören wir die Löwen brüllen. Dieses Mal wissen wir aber, wo genau und vor allem wer genau dahinter steckt. Wir wissen aber auch, dass die Löwenbrüder satt sind. 😋🤣 Und so schlafen wir ruhig. Seelig von den vielen Eindrücken und Erfahrungen, den Kopf voller Bilder, die uns in den Schlaf begleiten.
Am nächsten Morgen schon soll es wieder weiter gehen - auf zu neuen Bildern und Abeneuern. Wir sind gespannt. 😎
Fazit des Tages: Ein wilder Löwe hinter einem dünnen Zaun bleibt am Ende doch ein wilder Löwe. Versuch mal, die Hand durch den Draht zu stecken. 😂
Bis dahin wünsche ich euch allen eine gute und sichere Reise. 💫🙏






























































































































































































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